Dienstag, 27. September 2011

Eine Hommage an die Versicherungsberaterin

Die Reise beginnt offiziell zwar erst heute in einer Woche, doch spätestens seit den letzten Tagen ist mir klar, dass ich schon ein paar Wochen reise. Und zwar seit dem die Vorbereitungen in den letzten Zügen stecken. Das heißt, seit dem sich die Finanzlage konkretisiert, seit dem die Ausrüstung nach und nach gekauft wird und seit dem mein ganzes Geld im Reisebüro (mehr oder weniger sinnvoll) angelegt wird.
Seit genau dieser Zeit häufen sich meine regelmäßigen Ausflüge per Mitfahrzentrale (mit meiner Mutter) oder auch zu Fuß zu meinem persönlichen Ausstatter "Vagabund".

In jüngster Vergangenheit jedoch, taten mir die Füße wohl etwas weh und ich beschloss meine Bahnen in den unentlichen Weiten des vierten Ozeans zu ziehen, der da heißt Versicherungen. Im Leben hätte ich nicht gedacht, was man um selbigen zu bezwingen und den effektivsten Weg zu schwimmen eine Ausdauer braucht. Nun, wer mich besser kennt, weiß, dass ich diese vor allem zu Wasser nicht besitze. 
Ganz im Ernst, die Beschäftigung mit sämtlichen abzuschließenden Versicherungen und durchzulesendem Kleingedruckten erinnerte mich stark an eine Szene aus meinem Mexikoaufenthalt letzten Jahres, wo ich mir in Acapulco morgens vornahm zu einer ca. 200 Meter entfernten Insel zu schwimmen. Voller Tatendrang begann ich dann auch, brach schließlich nach zehn langen Minuten wieder ab, als ich mit durch das Salzwasser vertrocknetem Hals merkte, dass ich es noch keine 20 Meter weit geschafft hatte. - So kann man sich es am besten vorstellen, wie es ist, gegen den Ozean "Versicherung" anschwimmen zu müssen. 

An dieser Stelle kommt die Versicherunsberaterin ins Spiel. Versicherugsberater ist ein Job, dem meines Erachtens ein Trend vorausgeht. Dieser Trend stützt sich auf Leute wie mich, die keine Muße und kein Durchhaltevermögen haben, gegen diesen besagten Ozean anzuschwimmen. Diese Leute sind auf ihrem Fachgebiet quasi die Tüchtigen unter den Untüchtigen. Denn, wenn man ehrlich ist und Zeit hätte, könnte man sich natürlich die seitenlangen Versicherungsbestimmungen auch selbst durchlesen. Das Problem wäre wahrscheinlich dann nur, dass man unheimlich viel Zeit verschwendet hätte, um schließlich immernoch am einen Ufer des Weltmeeres zu stehen und durch sein Studium der Unterlagen immernoch nicht viel mehr zu wissen, als dass vor allem Wasser ist und zwar viel. Aufgabe des Versicherungsberaters ist es dann zunächst zu erklären, wie sich das Wasser zusammensetzt und dann, wie Moses es einst tat, das Wasser zu teilen und einen zur anderen Seite, der Seite des wissenden Versicherten, zu führen. - GENIAL

Dank meiner Versicherungsberaterin kann ich mich jetzt also ganz entspannt darauf konzentrieren kleine selbstgemachte Flyer auszuschneiden und sie mittels der Promotion dieses Blogs zu verteilen. - DANKE

Nächste Woche gehts los, wir freuen uns, ihr auch - ich weiß es!

peace&love.paule

Sonntag, 18. September 2011

kurzer Vorbericht

Wie schreibt man einen Blog? Diese Frage bin ich wieder und wieder im Kopf durchgegangen. Soll es eher ein nüchterner Bericht des Erlebten oder doch eher in Essay-Form sein? Festlegen konnte ich mich nicht jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das auch keine Rolle spielt - wir schreiben einfach.

"Weltreise" hört sich sehr imposant und irgendwie mächtig an - wird sie ganz sicher auch werden. Niemals hätten wir aber gedacht, dass eine solche Reise als "Backpacker" so aufwendig vorzubereiten ist. Es gibt so viele Dinge unterschiedlichster Natur, die berücksichtigt werden müssen. Das fängt bei Visabestimmungen an und endet bei finanzieller Kalkulierung.
Dazu gehört auch die Packliste. Angefangen bei ersten Gehversuchen im Ressort "Packliste" und einfachen Texten wie: "10 Unterhosen, 2 kurze und 2 lange Hosen, 5 T-Shirts", gleicht sie nunmehr einem sechs seitigen Wissenschaftsbericht und es befinden sich darunter Dinge wie "DEET Malarieschutzspray und -lotion" und "octeinsept Desinfektionsspray".
Erweitert wurde über die letzten Monate nicht nur die Packliste sondern auch die Vorstellung vom Ablauf dieser Reise. Während wir vor einigen Monaten davon schwärmten leichtfüßig durch die Welt zu tanzen und von einem Ort zum anderen zu fliegen, wissen wir jetzt nach eingehender Studie sämtlicher Backpacker-Internetseiten und diverser "lonely-planet-Bücher" zumindest schonmal ungefähr welchen täglichen Herausforderungen wir und zu stellen haben.
Bei der Vorbereitung ist vor allem mir aufgefallen, dass es Themen gibt, die man gerne abarbeitet und welche, die man vor sich herschiebt. So ist bis heute keine erste Unterkunft in Mumbai fest, aber die Abschiedsparty ist schon bis aufs letzte Detail durchdacht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Vorbereitung kann ätzend sein, macht aber irgendwie doch Spaß, vor allem, weil man weiß, dass man eine Weltreise macht - und dann gibt es an dieser Stelle auch die wirklich interessanten Dinge zu lesen. Über Länder, Kulturen, Menschen, Alkohol, Zugfahrten, Rucksacktourismus, Klima und natürlich das, was eigentlich alle am meißen interessiert: Frauen.
Mit diesen Worten schließe ich den Vorbericht. Hier noch ein paar Fakten:

04.10.11 - Frankfurt > Abu Dhabi (Sorry Arne)
06.10.11 - Abu Dhabi > Mumbai
18.11.11 - Delhi > Singapur
ca. 13. 02.12 Hanoi > Hong Kong (noch nicht genau datiert)
ca. 20.02.12 Hong Kong > Sydney
21.05.12 Sydney > Nadi
29.05.12 Nadi > Mexico City
ca. 18.06.12 Mexico City > Los Angeles
ca. 01.08.12 New York City > Frankfurt

peace&love. PAULE